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Masters 2020 — der Aussie Houdini

Das Mas­ters 2020 hat jede Men­ge Geschich­ten geschrie­ben, eine davon auch ganz sicher Came­ron Smith. Als ers­ter Spie­ler in der His­to­rie des Tur­niers schaff­te es der Aus­tra­li­er alle 4 Run­den unter 70 Schlä­gen zu blei­ben. Weder dem gro­ßen Jack Nick­laus, noch Tiger Woods oder Phil Mickel­son ist die­se ein­ma­li­ge Leis­tung gelun­gen, auf die “Cam Smith” jetzt qua­si das “Geburts­recht” hat.

 

 

67 — 68 — 69 — 69

 

 

 

Rekord

Na klar war Aus­sie auch dem­entspre­chend stolz auf sei­ne Vor­stel­lung, die wirk­lich unglaub­li­che Par-Saves und Up-and-Downs wäh­rend fast allen vier Run­den ent­hielt. Dass er, obwohl er die­sen Rekord end­lich geknackt hat­te am Ende mit 15 unter Par nicht ganz oben stand, lag nur am ein­fach zu guten und soli­den Dus­tin Johnson.

Ich kann es selbst irgend­wie kaum glau­ben. Mei­nen Score habe ich die gan­ze Woche wirk­lich durch tol­les Scramb­ling und jede Men­ge Kampf hal­ten kön­nen. Es gab so vie­le Gele­gen­hei­ten wo sich das Blatt zu mei­nen Unguns­ten hät­te wen­den kön­nen, aber irgend­wie ist das nicht ein­ge­tre­ten.” so der 27-jäh­ri­ge aus Brisbaine.

In der Tat konn­te sich Smith aus eini­gen der­ma­ßen kniff­li­gen Situa­tio­nen so sen­sa­tio­nell befrei­en, dass sogar der Golf-Hou­di­ni hims­elf Seve Bal­les­te­ros sei­ne Freu­de dar­an gehabt hätte.

Aufgezaubert

Im Gedächt­nis sind mir vor allem die Bah­nen 16,17 und 18 am Sams­tag geblie­ben. Wie Smith sei­nen Tagess­core von ‑3 am Ende nach Hau­se scram­bel­te ließ mich fas­sungs­los zurück. Dank dem sen­sa­tio­nel­len Mas­ters Lea­der­board (Ich hab den Smit­hy schon mal raus­ge­sucht) kann man sich die­se High­lights noch ein­mal ganz easy zu Gemü­te füh­ren (ein­fach auf die jewei­li­ge Bahn klicken)

Und? War das hef­tig? Ich fin­de schon und hab am Sonn­tag als DJ unein­hol­bar Rich­tung grü­nes Jackett schlen­der­te mei­ne Dau­men für Came­ron Smith gedrückt. Als er dann schon wie­der so eine knap­pe 69 ins Ziel ret­ten konn­te war ich total von den Socken.

Natür­lich hat der Kerl zum einen oder ande­ren Mal mäch­tig Dusel gehabt. Aber man sagt ja auch nicht umsonst “Das Glück ist mit den Tüch­ti­gen.” Bei­spiel gefäl­lig? Final­run­de Loch 9.

2021 wird weitergezaubert

Weil ich es aber immer noch so krass fin­de hier noch ein­mal. Came­ron Smith ist der ers­te Spie­ler in der Geschich­te des Us Mas­ters, der bei allen vier Run­den eine 6 vor­ne ste­hen hat. Unfass­bar. Und was sagt der aus­tra­li­sche Hou­di­ni selbst noch dazu?

 

Noch schö­ner wäre es natür­lich gewe­sen mit so einem Kunst­stück auch gewon­nen zu haben.

 

Kei­ne Sor­ge Came­ron, das nächs­te Mas­ters steht ja im April schon qua­si vor der Tür!